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An den Landungsbrücken raus

Die Wochen vergehen wie im Flug. Auch wenn ich nicht immer genug Zeit für all die schönen Dinge habe, die ich gerne tun würde, so bin ich doch total glücklich darüber, wie sich alles entwickelt. Im neuen Job bin ich schon ziemlich angekommen und unsere Wohnung wird mehr und mehr zu einem schönen Zuhause.


Hamburg hat so viel zu bieten, dass man eigentlich gar nicht weiß, wo man Anfangen soll. Mein Freund und ich sind deswegen an den letzten Wochenenden immer mal wieder - ganz Touri-mäßig - am Hafen gewesen, um "Schiffe zu gucken". 
Diesen Freitag z. B. sind wir nach der Arbeit zu den Landungsbrücken gefahren, haben es uns dort in einer "Strand"-Bar bequem gemacht und mit einem Glas Wein den wunderschönen Sonnenuntergang genossen.


Die Fotos sind allerdings schon vom letzten Wochenende. Da konnten wir nach einer Tour auf der Elbe und einem Bier am Elbstrand nicht nur einen malerischen Sonnenuntergang bestaunen, sondern auch eine besonders idyllische giftige Rauchwolke, die versehentlich von einem der unzähligen Kontainerschiffe abgelassen wurde und ganz Altona vernebelt hat.
Aber abgesehen davon - was gibt es schöneres als Sonnenuntergänge im Norden? Sonnenuntergänge im Norden haben mir so gefehlt!


An den Landungsbrücken raus,
dieses Bild verdient Applaus,
und noch 200 Meter
und jetzt geht der Fallschirm auf,
na dann herzlich willkommen Zuhaus!

Frühlingsboten

Heute gibt es ein paar Schnappschüsse aus den letzten Wochen, in denen ich hauptsächlich damit beschäftigt war, mich auf den Frühling zu freuen! 
Meiner Blümchensucht habe ich natürlich schon ausgiebig gefröhnt: Mit einer großen Palette verschiedener Sorten unter dem einen und einem riesen Sack Erde unter dem anderen Arm habe ich mich in den Garten gestürzt. Zwar ist es eigentlich noch recht kühl (der Winter ist ja schließlich noch nicht vorbei), aber sobald die Sonne scheint und die Vögel zwitschern, gibt es für mich kein Halten mehr. Dann muss in jeden freien Kübel und in jede Vase etwas rein, das bunt und fröhlich blüht; dann setzte ich mich in den Garten, draußen vor's Café oder die Eisdiele und lasse mir die kalte Nase von der Sonne wärmen!
Und wie jedes Jahr im Frühling und Sommer müssen die Blümchen auch fotografiert werden - ganz egal, ob man schon 10.000 Blumenbilder aus den letzten Jahren hat oder nicht! Dann robbe ich mit der Kamera bewaffnet durch den Garten, während ich versuche, den richtigen Winkel für ein schönes Bild zu finden, ohne dabei die anderen Blümchen zu zertrampeln.



Viele ärgern sich ja über Moos in ihrem Rasen. Ich finde es aber einfach toll: super weich, muss nicht ständig gemäht werden, eignet sich optimal für Osternester und leuchtet im Frühling grün und saftig. Deshalb: Mut zu Moos!


Unsere obligatorische Runde durchs Dorf und über den Gutshof darf natürlich auch nicht fehlen. Die Schneeglöckchen im alten Park sind jedes Jahr eine wahre Pracht!



 
Vom Strand in Neustadt wollte ich eigentlich den großen Versorger (der auf dem Bild irgendwie gar nicht so groß aussieht) fotografieren, der in der Bucht vor Anker lag. Erst als ich die Bilder später angeschaut habe, sind mir die zwei Entenpürzel aufgefallen, die sich so dekorativ gen Himmel recken.



Und zu guter Letzt noch ein kleines Highlight: Als echte Fischköppe haben mein Freund und ich uns (zum dritten Mal) in den Kölner Karneval gewagt. Genauer gesagt, sind wir am Donnerstag nach Leverkusen zu meiner Schwägerin und meinem Schwager gefahren und haben dort zusammen vier Tage Karneval gefeiert. Am Freitag ging's zum Festumzug nach Hitdorf und am Samstag nach Schlebusch. Die Ausbeute kann sich sehen lassen. Weil wir kleine (total niedliche) Kinder dabei hatten - die natürlich viel zu jung für Süßigkeiten sind - konnten wir mit gefühlten drei Zentnern Kamelle nach Hause ziehen. Die müssen jetzt an Freunde, Kollegen, Bekannte und Verwandte verteilt werden, weil wir sonst nicht wüssten wohin damit. Das lange Wochenende war also mal wieder ein echt tolles Erlebnis! 
Als Norddeutscher hat man mit Karneval ja eigentlich absolut nichts am Hut und wenn man damit nicht aufgewachsen ist, wirkt das ganze Spektakel doch etwas befremdlich. Totaler Ausnahmezustand und riesige Müllberge! Ich kann verstehen, dass das nicht jedermanns Sache ist und viele vor dem Trubel flüchten. Aber wenn man mit den richtigen Leuten unterwegs ist, sich darauf einlässt und einfach mitmacht, kann man super viel Spaß haben! Und den hatten wir: eine wunderbare Zeit mit lieben Menschen, die wir leider viel zu selten sehen! Am Ende waren wir entsprechend erschöpft. Denn so viel Feiern und Party (mit entsprechender Musik) ist nicht ganz unanstrengend und hat für mich mindestens schon Festival-Charakter. Nur dass hier jeder mitmacht - vom Kleinkind bis zur Oma.


Auf dem Bild seht ihr mich in meinem Karnevals-Outfit als Zwerg, das aus einer blauen Latzhose, roter Zipfelmütze und Kunstrasen-Sonnenblumen-Tasche (und reichlich wärmenden Schichten darunter) bestand. Begleitet wurde ich von diversen Clowns, einem Bären, einem Krokodil und einem Scheich.

Alles still

Sonnenuntergang am zugefrorenen Großen Pönitzer See. Eine ganz wundervolle Stimmung. 
Man kann die Stille fast hören.





Alles still! es tanzt den Reigen
Mondenstrahl in Wald und Flur,
Und darüber thront das Schweigen
Und der Winterhimmel nur.


Theodor Fontane (1819-1898)

Eismeer

Heute habe ich mich dabei ertappt, wie ich mir auf dem Weg zur Arbeit den Schal weiter ins Gesicht zog und dachte: "Ganz schön kalt heute." Der Blick auf's Thermometer verriet mir dann: 2°C. Naja, so richtig kalt ist das für Januar ja eigentlich nicht. Ganz im Gegenteil; in den letzten Wochen kommen bei mir schon richtig die Frühlingsgefühle hoch und ich habe das dringende Bedürfnis mir Tulpen und Hyazinthen zu kaufen. Und ist euch aufgefallen, dass schon überall die Vögel zwitschern?!
Nur: Wie können wir den Winter abhaken und zum Frühling übergehen, wenn wir noch gar keinen Winter hatten? Nun, natürlich ist es für Frühling noch etwas zu früh - zumal man ja nie wissen kann, was der Februar noch für uns bereithält. Da allerdings durchaus etwas Nachholbedarf besteht, habe ich beschlossen, dass diese Woche Winter ist - zumindest auf meinem Blog. Ich habe also unsere Archive durchforstet und ein paar schöne Bilder für die Themenwoche "Winter" rausgesucht.

Diese Bilder sind vermutlich schon 2010 entstanden. Allerdings waren auch die Jahre bzw. Winter danach bei uns immer sehr kalt und es gab teilweise mehr Schnee, als man schön finden konnte. Viele Ortschaften waren einige Tage komplett eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten. Der kalte Ostwind hat damals dicke Eisschollen zu uns in die Lübecker Bucht gedrückt. Ein wirklich wunderschöner und faszinierender Anblick! An der Seebrücke in Haffkrug haben wir das Naturschauspiel dokumentiert.






Als der kalte Wind nachließ, sind die Eisschollen leider ziemlich schnell wieder verschwunden. Lediglich am Strand blieben diese Überreste zurück.

Finde den Fehler

Zum Jahresbeginn habe ich ein ganz besonders schweres Bilderrätsel für euch (die Bezeichnung "Idiotentest" wäre allerdings ebenfalls zulässig). Vergleicht die ersten beiden Bilder und findet den Fehler!



Wie ihr seht, habe ich es geschafft, nach dem kleinen Häuschen am Brodtener Ufer zu schauen. Naja, eigentlich habe ich es nicht geschafft, denn es ist nicht mehr da. Aber ich war dort, wo es einmal war und habe Fotos gemacht. 
Einen spektakulären Absturz gab es nicht. Der Besitzer ist seiner Auflage, das Haus bis Ende 2013 abzureißen, rechtzeitig nachgekommen. 
Ein kurzes Video vom Abriss im Oktober mit ein paar schönen Bildern aus der Zeit, als das Häuschen noch einen großen Garten hatte, habe ich auch gefunden. Schaut es euch an:


Die Abbruchkante ist inswischen wieder ein gutes Stück vorgedrungen. Hätte das Haus noch dort gestanden, wäre jetzt mindestens der ehemalige Wintergarten komplett abgerutscht.


Wenn man den Weg weitergeht, sieht man ebenfalls überall frische Abbruchstellen. Deswegen müssen die Wege ständig weiter zurückgesetzt und gefährliche Kanten "abgesperrt" werden. Alle paar Meter stehen Schilder mit der Aufschrift "Vorsicht! Abbrechendes Steilufer! Betreten auf eigene Gefahr!".


Obwohl (oder gerade weil) wir hier schon so oft spazieren gegangen sind, hatten wir dieses Mal kein gutes Gefühl und sind nach ein paar Metern gleich wieder umgekehrt. Auch wenn die meisten Abbrüche nicht so riesig sind, würde ich unten am Strand erst recht nicht langgehen. Denn wenn auf dem Stück, das abrutscht, zufällig ein Baum steht, kann es wirklich gefährlich werden.


Ehrgarten und Bauernhof-Eis

Da war doch noch was?! Ja genau, fast hätte ich es vergessen. Ich wollte euch noch etwas berichten und ein paar Bilder zeigen. Und zwar von unseren Ausflügen zum Café Ehrgarten in Quaal und zum Bauernhof Steffens in Ahrensbök an einem verregneten Tag im August (der Bauernhof Steffens ist ein echter Geheimtipp; Details gibt's am Ende des Posts).


Das Café Ehrgarten ist ein alter Hof mit einem wunderschönen Garten (fast schon ein Park), einem gemütlichen Café und einem Laden mit Deko für Haus und Garten (oder, wie mein Freund es ausdrücken würde, "Reiche-Leute-Tinnef"). 


Dieses Glas im Seerosenteich gibt dem ein oder anderen Besucher sicher Rätsel auf. Wenn man Glück hat, schwimmen darin Fische, die auf diese Weise die Aussicht nach draußen genießen können. Wir hatten leider kein Glück. Lag wahrscheinlich am Wetter. Wenn ihr wissen wollt, wie das Glas mit Fischen aussieht, werft einen Blick auf diese Seite.


Wenn man so durch den Garten geht, hat man schon ein wenig das Gefühl, als würde man auf dem Privatgrundstück von fremden Leuten herumschnüffeln (und ein bisschen ist es auch tatsächlich so). Aber das Café und die schöne Gestaltung lenken einen schnell davon ab.























Obwohl das Wetter echt unterirdisch war und es nur geregnet hat, musste ich die ganze Zeit Fotos machen. Ein paar dieser Impressionen seht ihr jetzt hier. Der Post ist nun zwar viel länger bzw. enthält viel mehr Bilder, als ich eigentlich wollte, aber ich konnte mich nicht dazu durchringen, nur eines davon rauszuschmeißen.





Einige von euch kennen diese Pflanze bestimmt: die Schokoladenblume. Sie heißt so, weil sie tatsächlich nach Schokolade duftet.


Das kleine rosa Blümchen - von der Verkäuferin als "Krass Schmiddi" bezeichnet - hat meine Mama sofort adoptiert ...


... und die "dicke Dame" war mein Favorit!

 





















Nach so viel Anstrengung haben wir uns mit Cappuccino und Stachelbeertorte belohnt. Als waschechte Fischköppe haben wir uns natürlich trotz Regen nach draußen gesetzt.


Wer sich bis hier alles angeschaut hat, verdient ein Eis zur Belohnung. Daher, wie oben bereits angekündigt, noch ein super heißer Geheimtipp. Naja, eigentlich eher eiskalt. Auf dem Bauernhof Steffens in Ahrensbök gibt es unglaublich leckeres selbstgemachtes Eis und Sorbet, und zwar in wahnsinnig ausgefallenen Variationen. Mir fallen gar nicht genug Adjektive ein, um euch zu beschreiben, wie lecker das war. Das Café/der Laden wirkt zwar noch ein wenig ... naja ... improvisiert, aber wenn ihr mal in der Nähe seid, schaut auf jeden Fall dort vorbei und gönnt euch ein paar Kugeln. Von den neun Sorten, die ich probieren konnte, haben mir das Gurken-Sorbet und das Limetten-Basilikum-Sorbet am Besten geschmeckt! Mal was ganz anderes! Schaut euch auch die anderen ausgefallenen Sorten an: Sorbets hier und Milch-Sahne hier.
Zum Schluss eine Quizfrage: Was wird aus dem Güllepott, wenn der landwirtschaftliche Betrieb eingestellt wird?


Einfach glücklich

Mein letzter Post ist zwar schon etwas länger her, aber ich habe eine gute Entschuldigung. Ich hatte eine wahnsinnig schöne Zeit; und zwar hier:


Endlich! Knapp einen Monat nach meinem Ostee-Wehmuts-Anfall war es so weit. Genau so, wie von Incubus vorausgesagt (oder besser gesungen): Ich habe meine toes in den sand gedigged, habe mich against the wind geleaned, meinen head on the sand gelaid und war happy! Da wir auch einen Nachmittag im Hansa-Park verbracht haben, bin ich sogar roller coaster gefahren.


Leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt. Aber für ein paar sonnige Stunden am Strand und einen Grillabend hat es allemal gereicht! Von einem ganz wundervollen Ausflug an einem ziemlich verregneten Tag berichte ich euch später. Und überhaupt ist der Norden ja selbst ohne strahlenden Sonnenschein erholsam!



Und weil es so schön war, haben mein Freund und ich nachts auf dem Heimweg noch mal Halt am Strand und auf der Seebrücke gemacht. Es war so wundervoll ruhig und friedlich, da wollte ich euch unbedingt dran teilhaben lassen: Hier seht ihr die Bucht und meinen Freund, wie er im Wasser planscht. Naja, ihr müsst natürlich genau hinschauen.



Ein Bett im Kornfeld

Nachdem mein letzter Post ein wenig wehmütig war, gibt es heute etwas Fröhlicheres: Blumen. Um genauer zu sein: ein riesiges Feld voller Mohn- und Kornblumen, Klee und Kamille. Als ich im Juni das letzte Mal zu Hause war, sind in der Nähe von Grömitz diese schönen Bilder entstanden.

Fotos von Mama

Apropos tolle Bilder: Vorletzte Woche durfte ich für meine liebe Teli und ihre neusten Strick-Kreationen Modell stehen. Dabei haben wir ein paar super Fotos von den wundervollen roten Armstulpen und dem wahnsinnig flauschigen Tuch gemacht. Beim Knipsen im Garten hatten wir richtig Spaß. Teli, weil sie ihre neue Spiegelreflexkamera ausprobieren konnte und ich, weil ich vor meinem geistigen Auge Heidi Klum sah, die mir sagt, dass sie heute leider kein Foto für mich hat. Aber keine Sorge, das Tuch und die Stulpen sind eine Runde weiter! :) Die Ergebnisse könnt ihr euch auf Telis Blog ansehen. Schaut doch mal vorbei!

Foto von Teli

Bald soll es auch wieder einen Bastel-, Näh- oder Filz-Post geben. Bei dem tollen Wetter hatte ich immer wenig Lust an der Nähmaschine zu sitzen. Da mein Freund sein altes Handy im Main versenkt hat, besteht aber vielleicht bald wieder Bedarf an einer neuen Handytasche.

Ich will Meer

Sommer. Ich liebe ihn! Die Sonne scheint, es ist warm, der Garten ist voller Leben, alles blüht. Ich wache morgens auf, weil die Vögel zwitschern (ok, manchmal auch, weil ein Nachbar vor der Arbeit noch mal schnell den Rasen mäht) und irgendwie ist alles viel besser und schöner. Nur eins fehlt: das Meer, die Ostsee! 
Ich denke, dass sich viele Menschen ihrer Heimat ganz besonders verbunden fühlen. Auch, wenn man die Schönheit und Vorzüge anderer Orte und Gegenden anerkennt und bewundert, Zuhause ist es einfach am Schönsten! Kennt ihr das? Mir geht es jedenfalls so. Und in diesem Jahr ist das Nord-Heimweh besonders groß. Mir fehlt das Meer. Die Morgenstunden (so zwischen sechs und sieben Uhr) am Strand haben durch ihre Ruhe eine ganz einzigartige Atmosphäre. Dann, wenn der Strand leer und die Luft noch kühl von der Nacht ist, aber man die Hitze des Tages schon erahnen kann. Oder abends, wenn die Sonne langsam untergeht, es dunkel wird, und man entspannt im Sand sitzt, das Wasser betrachtet und den Wellen zuhört - es gibt (fast) nichts Friedlicheres.


Auf meinem MP3-Player höre ich deswegen nur noch ein Lied: "Wish you were here" von Incubus. Der Text und das "Feeling" des Liedes bringen es einfach auf den Punkt. 

 

I dig my toes into the sand
The ocean looks like a thousand diamonds
Strewn across a blue blanket
I lean against the wind
Pretend that I am weightless
And in this moment I am happy...happy

I wish you were here [...]

I lay my head onto the sand
The sky resembles a back lit canopy
With holes punched in it
I'm counting UFOs
I signal them with my lighter
And in this moment I am happy...happy

I wish you were here [...]

The world's a roller coaster
And I am not strapped in
Maybe I should hold with care
But my hands are busy in the air saying:

I wish you were here [...]