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Hoch hinaus

In der letzten Woche haben sich die Ereignisse bei mir ziemlich überschlagen. Zwar ist noch nicht alles ganz in trockenen Tüchern, aber wenn alles so läuft, wie mein Freund und ich es uns vorstellen und wünschen, werden wir in gut einem Monat schon in Hamburg wohnen, weil ich dort eine neue Stelle antrete. Dann heißt es nach acht wunderbaren Jahren Abschied nehmen von Marburg und der Uni. Das ist irgendwie ein ganz komisches Gefühl und der Gedanke, meine Freunde (und so viele liebe Menschen) nicht einfach einpacken und mitnehmen zu können, macht mich schon traurig!
Auf der anderen Seite bin ich ganz hibbelig und freu' mich riesig auf den neuen Job, das neue Team, die neue Stadt und unser neues Leben! Das einzige, das uns jetzt noch zu unserem Glück fehlt, ist eine schöne und bezahlbare Wohnung, die wir zu unserem gemeinsamen Zuhause machen können. Deswegen konzentrieren wir uns im Moment in erster Linie darauf. Ich hoffe wirklich, dass wir relativ schnell etwas finden, damit ich mich dem neuen Job und seinen Herausforderungen einigermaßen entspannt widmen kann.


Einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, ist ja immer eine kleine Herausforderung. Aber ich freue mich schon wahnsinnig darauf und kann kaum abwarten, dass es endlich losgeht. Ich bin sicher, dass es ein guter Schritt für meinen Freund und mich wird - ein Schritt auf der Karriereleiter, ein Schritt in die richtige Richtung (Richtung Norden!), ein Schritt in unsere gemeinsame Zukunft - und dass dieser neue Weg viel Schönes für uns bereithält! Drückt uns die Daumen!

Erntedank

Heute ist Erntedank - einer meiner liebsten "Feiertage". Dafür habe ich ein paar Bilder aus den alten Fotoalben meiner Tante rausgesucht und sie für euch eingescannt. Die ersten beiden Bilder trugen die Überschrift "1943" (wobei das Zweite eigentlich frühestens aus den 1950er Jahren sein kann). Auf dem Ersten seht ihr meine Großmutter und ein paar meiner Onkel.


Die meisten auf dem zweiten Bild kenne ich leider nicht. Aber der Mann vorne rechts (von euch aus gesehen) ist mein Opa.


Das letzte Bild ist von 1955: Mein Papa (der kleine Mops mit der süßen Mütze) hat die Oberaufsicht über die Kartoffelernte.


Happy Birthday Mama!

Ich drück' dich! Du bist die Beste!
 
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Kleines Lebenszeichen

So, nachdem die extreme Hitze von den Gewittern der letzten Nacht erst mal wieder weggepustet wurde, fällt mir das Denken und "Was-Machen" auch wieder leichter. Da ich seit letzter Woche ziemlich krank war, habe ich praktisch nichts geschafft, worüber es sich zu berichten lohnt. Bei über 35°C mit Fieber flach zu liegen ist blöd; besonders, wenn man seinen Tee schön heiß trinken soll. :) Aber inzwischen geht es mir viel besser und ich freue mich riesig auf nächste Woche. Dann fahre ich mit meinem Bruderherz, seiner Freundin und ein paar anderen Freunden auf das Fusion Festival. Letztes Jahr waren wir auch schon zusammen dort (siehe Schnappschuss) und das war eine super Erfahrung! Denn die Fusion bietet nicht nur total vielfältige Musik sondern auch Kino, Theater, Artistik sowie wunderschöne Licht- und Kunstinstallationen. Alles dort ist sehr liebevoll, kreativ und mit Gespür für Details aufgebaut und hergerichtet. Ein paar schöne Fotos habe ich hier und hier gefunden (dieses Jahr will ich mit meiner neuen Kamera natürlich selbst welche schießen). Ich hoffe, das Wetter spielt wieder mit und es wird so grandios wie letztes Jahr. Wenn ich zurück bin, zeige ich euch natürlich die Bilder.

Foto von Nina (Fusion 2012)

Ganz besonders freue ich mich schon darauf, so viel Zeit mit meinem Bruder verbringen zu können. Seit ich von Zuhause weggezogen bin, sehen wir uns leider viel zu selten. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Auf dem Arm halten kann ich meinen "kleinen" Bruder jetzt nicht mehr. Heute passt er auf mich auf.

1989

Vollkommen anderes Thema: Es ist zwar vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen, aber weil es mich so bewegt hat, musste es mit in den Post. Mein Freund hat mir heute dieses Video gezeigt. Mir sind sofort die Tränen gekommen. Aber ich will gar nicht so viel dazu sagen; schaut es euch einfach an (am besten in "Vollbild").


Ringelblumen und Kastanienbäume


Das bin ich! Naja, ... das war ich. Heute sehe ich natürlich ein wenig anders aus. Vor allem bin ich um einiges gewachsen und meine Haare sind länger ...
Im Hintergrund seht ihr das Haus meiner Eltern. Inzwischen hat auch das sich verändert. Im Garten haben wir keine Bohnen, Kartoffeln, Erdbeeren, etc. mehr, sondern hauptsächlich nur noch Blumen; es gibt eine Terrasse und sogar eine richtige Tür (anstatt so einer alten Stalltür).
Meine Eltern haben das Haus Anfang der 90er Jahre komplett auf eigene Faust renoviert. Da mein Papa gelernter Tischler und meine Mama gelernte Dekorateurin ist, konnten sie nicht nur viel selber machen, sondern sie hatten auch viele Freunde, die bei anderen nützlichen Dingen, wie Elektro, Gas-Wasser-Sch**ße usw. mit anpacken konnten. (Wenn ich das nächste mal bei meinen Eltern bin, suche ich nach Fotos von der Renovierung.)
Meine Mama ist handwerklich ziemlich geschickt; besonders was Innenausstattung, Deko und Kreativität (und so) betrifft, ist sie wirklich super!
Ich habe noch ganz deutlich das Bild vor Augen, wie sie mit dem Hammer vor mir steht (keine Angst, es kommt jetzt keine Sequenz aus einem Horrorfilm) ... Sie wollte mir aus aus alten Gardinen (heute würde man retro oder vintage sagen) einen Himmel über mein Kinderbett basteln. Wirklich cool. Aber ich habe es ihr wohl nicht so richtig zugetraut und wollte, dass Papa das erledigt. Sie sah mich an, hielt mir den Hammer vor die Nase und sagte: "Siehst du was hier drauf steht?" Auf dem Stiel war ihr Name in das Holz eingraviert. Ziemlich beeindruckend! Alles klar, hab verstanden, das ist dein Hammer. Und wenn jemand einen Hammer mit seinem Namen darauf besitzt, muss das bedeuten, dass diese Person auch wirklich weiß, was sie da tut. Ich bekam also meinen Gardinen-Himmel und zweifelte nie wieder an der handwerklichen Begabung meiner Mutter!

Die Blumenwiese, vor der ich da stehe, hat damals meine Tante Lilli (zusammen mit ihrem Mann Erich alias Kiki) gesät. Tausende von Ringelblumen, jedes Jahr wieder! Wunderschön! Ständig haben Radfahren angehalten und das Feld einfach nur bestaunt oder auch mal einen kleinen Strauß für zu Hause mitgenommen. Selbst Jahre nachdem meiner Tante das Feld nicht mehr gehörte (heute weiden da Pferde), haben immer wieder Leute nach den Blumen gefragt. 
Auch die schönen großen Kastanienbäume der Allee stehen nicht mehr. Viele waren furchtbar morsch und immer wenn es stürmte, holte meine Mutter meinen Bruder (alias Hinnerk) und mich nachts aus den Betten. Unsere Kinderzimmer waren unterm Dach und sie hatte Angst, dass einer der Bäume umknicken und auf unser Haus stürzen könnte - ihre Sorge war auch nicht ganz unbergündet, denn es stürzten tatsächlich immer wieder Bäume um. Zum Glück immer an den Häusern vorbei. Wir schliefen dann immer im Ess- oder Wohnzimmer. Aber durch so ein altes, schlecht isoliertes Haus pfeift es ganz schön durch ... also war es durch den Sturm oft so laut, dass man sowieso nur wenig schlafen konnte.
Nachdem die Kastanien gefällt wurden, hat man kleine Lindenbäume gepflanzt. Mir kommt es vor, als wäre das schon eine Ewigkeit her ... aber die Bäumchen wachsen viel zu langsam! Doch wenn sie dann irgendwann groß, massiv und stattlich sind, wird die Allee wieder richtig schön aussehen! Um meinen potenziellen zukünftigen Kindern so ein Baumhaus zu bauen, wie mein Bruder und ich es hatten, wird es zwar nicht ausreichen, aber irgendwann, irgendwann ...

Hhhmmmm ..., wenn ich das Bild oben so betrachte, kommt mir grade der Verdacht, dass es kein Zufall ist, wie und wo ich da stehe. Mein Kleid hat gelbe Streifen, die perfekt zu den Ringelblumen passen und das rosa Haargummi stimmt genau mit Farbton den Malvenblüten überein, vor die ich mich zufälligerweise gerade gestellt habe ... wenn da mal nicht die Mama ich Finger im Spiel hatte.