Für Sophie

Eigentlich wollte ich sie schon vor über einem Monat fertig haben, aber irgendwie ist mir ständig etwas dazwischen gekommen. Als Geburtstagsgeschenk für meine liebe Sophie geplant, ist diese Handytasche jetzt eher zu einem Ostergeschenk geworden. Aber wie heißt es doch so schön: Was lange währt, wird endlich gut. (Zum Glück bin ich nie um eine Ausrede verlegen!) 
Wie dem auch sei. Jetzt ist sie fertig und heil bei ihrer neuen Besitzerin angekommen. Den Stoff hatte Sophie sich selbst ausgesucht, aber ich freue mich trotzdem riesig, dass ihr auch das Endergebnis gefällt und dass ihr Handy gut in die Tasche hineinpasst.


Von meinen Stoffen sind jetzt nur noch die Motive Amethyst und Music übrig bzw. unverarbeitet. Falls niemand mehr Wünsche äußert, werde ich mir wohl farblich passende Reißverschlüsse besorgen und sie zu zwei Mäppchen verarbeiten. Die gehen mir etwas leichter und schneller von der Hand als die Handytaschen und sie sind als Geschenk ein wenig flexibler und universeller einsetzbar.


Die Handytaschen werde ich natürlich weiterhin (auch mit anderen Stoffen) üben. Wünsche oder Vorschläge sind daher jederzeit willkommen!


Toto, I have a feeling we're not in Kansas anymore

Wer sich das nicht schon am Wochenende gedacht hat, war spätestens heute dran. Wintereinbruch, Schneeverwehungen, Wetterchaos. Natürlich war man durch den Wetterbericht vorgewarnt; aber wenn man dann morgens die Augen aufschlägt und draußen plötzlich alles unter einer weißen Decke verschwunden ist, kann das schon ganz eindrucksvoll sein.
Die letzten Tage musste ich krank im Bett verbringen. So hat mir das Wetter keine größeren Probleme bereitet und ich konnte mich darauf beschränken, mir die (immergleichen) Berichterstattungen zum Thema Wetter-Chaos im Fernsehen anzusehen. Aber ich muss an dieser Stelle den Menschen, insbesondere denen in Norddeutschland, ein Kompliment machen. Denn während die Außenreporter immer wieder atemlos betonen, wie schlimm die Wetterlage ist, reagieren die befragten Betroffenen und Einwohner unerschüttert. Frei nach dem Motto: "Tja, is' natürlich blöd, aber da kann man nichts machen. Da muss man durch. Erst mal Ruhe bewahren!"
Also ihr Lieben, haltet weiter so tapfer durch und passt gut auf euch auf! Bleibt, wenn's geht, zu Hause bzw. falls ihr doch raus müsst, fahrt vorsichtig! Damit alle - ob mit oder ohne Verstand, Mut oder Herz - wieder heil nach Hause finden.


An der Nooordseeeeküste ...

... [KlatschKlatschKlatschKlatsch] am niederländischen Strand ...
verbrachte ich im letzten Urlaub die meiste Zeit damit, Muscheln zu sammeln: kleine Muschel, große Muscheln, weiße Muscheln, schwarze Muscheln, braune Muscheln, usw. Als Kind dachte ich oft: "Was für eine Zeitverschwendung" wenn ich Touristen dabei beobachtete, wie sie am Strand Muscheln sammelten. Aber mein Hochmut wurde bestraft und ich eines Besseren belehrt. Heute bin ich ein großer Fan vom Muscheln-Sammeln und finde es ganz wunderbar, dass man sich wenigstens ein paar Muscheln mit nach Hause nehmen kann, wenn man schon nicht (mehr) direkt am Meer wohnt. Allerdings habe ich nicht irgendwelche Muscheln gesammelt, sondern solche, die bereits ein kleines Loch in der Nähe des Wirbel haben.* Diese Muscheln lassen sich wunderbar zu Schmuck verarbeiten. Man kann sie z.B. an ein Lederband knoten oder mithilfe von Schmuckdraht zu einer richtigen Kette verarbeiten. Oder man nutzt sie, um sich die Ohren zu verschönern:


Ich habe jeweils zwei Muscheln ausgesucht, die sich hinsichtlich Farbe und Größe sehr ähnlich sind, damit sie ein passendes Paar ergeben. Aber natürlich könnte man auch zwei sehr unterschiedliche Muscheln aussuchen - dadurch würde man sicher ebenfalls einen schönen Effekt erzeugen.


Bei dem zweiten Paar hatte ich das Problem, dass das Loch der einen Muschel zu weit unten saß und ich deswegen eine kleine "Verlängerung" brauchte. Aber durch den Draht können die Muscheln wunderbar am Ohr herunterbaumeln.


Auf diese Weise kann man ein Stück Urlaub nicht nur mit nach Hause nehmen, sondern auch jeden Tag bei sich tragen, um sich daran zu erfreuen und an die schöne Zeit zu erinnern.



*Klookschieter-Anmerkung: Diese Löcher werden von Raubschnecken mithilfe ihrer Raspelzungen gebohrt. So kommen diese an das Innerer der Muschel, um es dann zu verspeisen.

Erster Reißverschluss

Nach einer langen Woche in der Uni habe ich mich gestern Abend mit Nähen belohnt. Da mir der Sinn nach etwas anderem stand als schon wieder Handytaschen, habe ich mich im Netz durch diverse Anleitungen und Tutorials geklickt. Und ich muss ja echt mal sagen: es gibt natürlich richtig viele sch.......lechte Videos, aber es gibt auch sehr viele sehr gute und hilfreiche Videos. Von einem der Tutorials war ich so begeistert, dass ich sofort noch mal in die Stadt gefahren bin, um fünf Minuten vor Ladenschluss einen Reißverschluss zu kaufen. Und obwohl ich eigentlich viel zu erschöpft war, um irgendetwas vernünftiges zu Stande zu bringen, konnte ich es einfach nicht mehr abwarten und habe sofort die Nähmaschine vorgeholt. Das besagte Tutorial auf YouTube zeigt, wie man ganz einfach und schnell eine Stiftetasche bzw. ein kleines Etui für z.B. Makeup o.ä. nähen kann. 
Und hier seht ihr nun mein Ergebnis:


Ich war bzw. bin immer noch absolut begeistert, wie toll das geklappt hat! Das war wirklich einfach und ging total schnell - für meinen ersten eingenähten Reißverschluss ein super Erfolgserlebnis! (Bitte entschuldigt die ganzen Adjektive, aber ich freu' mich einfach so!)


Mit dem Stoff bin ich ebenfalls ganz glücklich. Ursprünglich war ich etwas skeptisch, was das Motiv betraf - auf dem Muster war mir irgendwie zu viel los. Aber jetzt als fertiges Etui finde ich, dass es wirklich schön aussieht.


Ein bisschen Frühling im Winter

Die letzten Wochen und Monate kannte das Wetter hauptsächlich ein Thema: grau, grau und noch mehr grau. Um nicht vollkommen in Trübsinnigkeit zu versinken, kann man sich bestimmten Dingen zuwenden, die das Wohlbefinden steigern: 
1. Schokolade - deren übermäßiger Konsum jedoch gewisse Folgeschäden nach sich ziehen kann. 
2. Katzen-/Hundebabys - die allerdings einen nicht unwesentlichen Zeit- und Kostenaufwand verursachen.
Da 1. und 2. also ausscheiden (naja, 1. scheidet natürlich nicht ganz aus), bleibt nur:
3. Blumen - ohne Risiken und Nebenwirkungen; Balsam für die Seele und das Herz lacht!


Ich weiß, es ist noch zu früh ... aber ich konnte einfach nicht widerstehen. 
Eigentlich wollte ich mir einen Strauß Tulpen kaufen, aber dann sah ich die Primeln ... im Angebot! Da waren sogar drei Stück noch günstiger als ein Strauß Schnittblumen ... Ich stand also vor den bunten Paletten mit den Primeln und hörte meine Gedanken: "Es ist viel zu früh! Es blühen ja noch nicht einmal die Schneeglöckchen. Sie werden dir auf jeden Fall erfrieren! So früh kauft man doch keine Frühlingsblumen!" usw. Aber mein Herz hatte die Entscheidung schon vor drei Tagen getroffen. Denn wir hatten diese Woche sage und schreibe zwei Nachmittage, an denen wirklich die Sonne schien, inklusive strahlend blauem Himmel und erstem Vogelgezwitscher. An solchen Tagen schreit jede Faser meines Körpers: "Kauf' Blumen!" Und ich würde am liebsten mit einem großen Anhänger zu Obi fahren und all mein Geld in der Gartenabteilung lassen.
Aber zu meiner Verteidigung: Ich habe nur drei Blümchen gekauft und sie in eine geschützte Ecke vor unsere Eingangstür gestellt. Da sind sie, glaube ich, relativ sicher. Und so habe ich jetzt einen kleinen Topf, dessen Farben meine Blumen-Gelüste (hoffentlich) so lange befriedigen, bis der Winter vorbei und es wirklich Zeit für Narzissen, Hyazinthen und Tulpen ist.

Apfeltasche

Durch das ganze vorm Computer sitzen und Laptop durch die Gegend schleppen ist mein Rücken und besonders mein Nacken inzwischen ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Um gegen die gemeinen Verspannungen anzugehen, wurde es jetzt Zeit, ein Projekt anzugehen, das schon seit einem halben Jahr darauf wartete, in die Tat umgesetzt zu werden. Seit einigen Monaten stand bei mir eine Packung mit Dinkelkörnern im Regal, die nun endlich zu einem schönen Wärmekissen verarbeitet werden sollten. Den passenden Stoff hatte ich auch schon ausgewählt: ein großes "Restestück" mit Retro-Apfelmuster, aus dem ich meiner Mama zum Geburtstag eine Schürze für die Küche genäht hatte.


Das Kissen ist in drei Taschen unterteilt, damit sich die Körner nicht nur in einer Ecke aufstauen, sondern gut verteilen und so gleichmäßig wärmen können. Die Maße betragen ca. 38 x 14 cm und in jeder Tasche stecken 200g Dinkelkörner. Natürlich kann man sich auch für ein größeres oder kleineres Kissen mit mehr oder weniger Fächern, oder auch für andere Formen entscheiden. Aber so ging das Nähen wirklich einfach und schnell, und das Kissen passt perfekt in meinen Nacken. Man sollte außerdem darauf achten, nicht zuviel Dinkel in das Kissen zu füllen, da es sonst zu schwer wird und somit unangenehm auf den Schultern liegt.


Die Testphase hat das gute Stück bereits mit Bravour bestanden: Nacken, Bauch, Nieren und Füße wurden erfolgreich aufgewärmt! Da es in Zukunft also sehr oft zum Einsatz kommen wird, sollte ich wohl noch einen extra Bezug für das Kissen nähen. Eine Runde in der Waschmaschine würden mir die Dinkelkörner schließlich nicht verzeihen.

Leider geil

Oh je, jetzt ist der Januar so gut wie vorbei und mein Blog fühlt sich schon ganz vernachlässigt. Leider verbringe ich momentan den Großteil des Tages in der Uni - und das nicht (nur) zum Kaffee trinken. Abschluss-Arbeit ist angesagt und da bleibt nur wenig Zeit für die schönen Dinge im Leben.
Aber zum Glück gibt es wundervolle Menschen, die mir wundervolle Dinge schenken. Das (nachträgliche) Weihnachtsgeschenk von der lieben Teli zeigt, wie gut sie darin ist, mich aufzumuntern. Das Stichwort lautet: rosa Einhörner! 
Ein Geschenk so pervers, dass es einfach schon wieder nur genial ist.


Wie ihr seht, handelt es sich um eine Teelicht-Kerzenpyramide mit rosa- und silberfarbenen Einhörnern. Ihr wilder Tanz ums Feuer ist nach einem langen Tag genau das Richtige um abzuschalten. Aber man sollte auch nicht zu lange und intensiv hinschauen ... von dem ganzen Gedrehe kann einem schnell schwindelig werden. :)


Am besten sieht es natürlich aus, wenn es dunkel ist und die Kerze brennt. Leider konnte man auf den entsprechenden Fotos so gut wie nichts mehr erkennen. Aber ich denke, ihr könnt es euch ganz gut vorstellen.

Ich muss es einfach noch mal sagen: 
rosa Einhörner!